ZUKUNFT IM WELTALL - QUO VADIS HOMINUM

WARUM WIR IN DEN WELTRAUM MÜSSEN UND VON DER FORSCHUNG UND WISSENSCHAFT ALLE PROFITIEREN!

Die Menschheit hat schon immer den Himmel bewundert und sich gefragt, was sich jenseits unserer Atmosphäre befindet. Heutzutage haben wir die Technologie, um diese Fragen zu beantworten und unsere Träume von den Sternen zu verwirklichen.


Doch warum ist es so wichtig, in die Raumfahrt und Weltraumforschung zu investieren?


"Die Raumfahrt ist von unschätzbarem Wert für die menschliche Entwicklung und das Wissen über unsere Welt und das Universum", sagt Dr. Jane Lee, Astronomin am Weltraumobservatorium. "Durch Missionen wie die Mars-Rover können wir nicht nur mehr über den roten Planeten erfahren, sondern auch über die Entstehung des Sonnensystems und mögliche Bedingungen für das Leben auf anderen Welten."


Nicht nur für die Wissenschaft bietet die Raumfahrt zahlreiche Vorteile. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht hat sie einen enormen Nutzen. "Die Raumfahrtindustrie hat in den letzten Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht und schafft Arbeitsplätze in Bereichen wie Technologieentwicklung, Ingenieurswesen und Produktion", erklärt CEO John Casey von der Raumfahrtfirma Space X.


Doch die Raumfahrt hat auch Auswirkungen auf unser tägliches Leben. Satelliten ermöglichen uns Dinge wie GPS-Navigation, Wettervorhersagen und Übertragungen von TV- und Radio-Signalen. "Ohne Satelliten und Raumfahrttechnologie wären viele Bereiche unseres modernen Lebens nicht möglich", sagt David Kim, Vice President bei der Satellitenfirma Iridium Communications.


Ein besonderes Ziel der Raumfahrt ist es, den Menschen erstmals eine bemannte Mission zum Mars zu ermöglichen. "Diese Mission stellt eine enorme Herausforderung dar, aber auch eine einzigartige Gelegenheit, das Leben auf einem anderen Planeten zu erforschen und einen neuen Schritt in Richtung Zukunft zu tun", sagt Dr. Lee.


Einige Experten glauben, dass es in naher Zukunft möglich sein wird, dauerhaft auf dem Mars zu leben. "Wir arbeiten bereits an Technologien, um eine bemannte Mission zum Mars zu ermöglichen."

Die Raumfahrt hat in den letzten Jahrzehnten nicht nur unser Verständnis vom Universum erweitert, sondern auch zahlreiche wissenschaftliche Fortschritte und neue Technologien hervorgebracht, die in vielen Bereichen Anwendung finden.


Ein Beispiel ist die Entwicklung von Werkstoffen für den Einsatz im Weltraum. Durch den Einsatz in rauen Umgebungen im Weltraum werden hohe Anforderungen an Werkstoffe gestellt, die in der Lage sind, extremen Belastungen und widrigen Umgebungsbedingungen standzuhalten. Diese Forschung hat zur Entwicklung von hochfesten und widerstandsfähigen Werkstoffen geführt, die auch in Bereichen wie dem Bauwesen und der medizinischen Technik Anwendung finden.


Eine weitere wichtige Erfindung ist das sogenannte "Memory-Foam", das ursprünglich für den Einsatz in Raumschiffen entwickelt wurde. Dieses Material, auch bekannt als "Tempur-Schaum", wird heute in vielen Bereichen eingesetzt, von Matratzen und Kissen bis hin zu Schutzhelmen und Protektoren für Sportler.


Auch in der Computertechnologie hat die Raumfahrt zu bedeutenden Fortschritten geführt. Der Einsatz von Computern und elektronischen Systemen in Raumfahrzeugen hat die Entwicklung von kompakten, leistungsstarken und zuverlässigen Computern beschleunigt. Diese Technologien haben ihren Weg in unser tägliches Leben gefunden und sind unverzichtbar für die moderne Gesellschaft.


"Die Raumfahrt ist ein wichtiger Treiber für wissenschaftlichen Fortschritt und Technologieentwicklung", sagt Dr. Lee. "Jede Mission und jede Forschung im Weltraum bringt uns einen Schritt näher an ein besseres Verständnis unserer Welt und des Universums."


Durch den Fortschritt in Bereichen wie Werkstofftechnologie, Computertechnologie und Medizin trägt die Raumfahrt maßgeblich dazu bei.

Die menschliche Neugier und das Bedürfnis, die Welt um uns herum zu erkunden, ist tief in unserer Natur verwurzelt. Schon seit Tausenden von Jahren haben Menschen ihre Umgebung erforscht, um besser zu verstehen, wie sie leben und überleben können. Diese natürliche Neugier hat uns schließlich zu den fernsten Kontinenten und Ozeanen geführt und uns geholfen, ein tieferes Verständnis der Welt und unserer Geschichte zu erlangen.


Ähnlich ist es bei der Erforschung des Weltalls. Unser Verständnis vom Universum und unserem Platz darin ist ein zentraler Bestandteil unserer menschlichen Natur. Wir sind von Natur aus neugierig und möchten wissen, was jenseits unserer eigenen Welt und unseres Sonnensystems existiert.


"Das Bedürfnis, das Universum zu erforschen und zu verstehen, ist ein wesentlicher Teil unserer menschlichen Natur", sagt Dr. Sarah Johnson, Astrobiologin am NASA-Ames-Forschungszentrum. "Es geht darum, unsere Wurzeln zu erforschen und zu verstehen, woher wir kommen und welche Zukunft vor uns liegt."


Die Möglichkeit, das Weltall zu erforschen und zu erkunden, hat auch dazu beigetragen, dass wir ein besseres Verständnis von uns selbst und unserem Platz in der Welt erlangt haben. Durch die Raumfahrt und Weltraumforschung haben wir erfahren, dass wir Teil eines viel größeren Universums sind, das voller Geheimnisse und Wunder ist.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Bedürfnis, die Welt um uns herum zu erkunden und zu verstehen, tief in der menschlichen Natur verwurzelt ist. Durch die Raumfahrt und Weltraumforschung haben wir nicht nur ein besseres Verständnis vom Universum erlangt, sondern auch ein tieferes Verständnis von uns selbst und unserem Platz in der Welt.

Wenn es um das Thema Weltreisen und die Suche nach anderen Planeten mit möglichen Lebensbedingungen für den Menschen geht, gibt es einige Kandidaten, die in Frage kommen.


Hier sind einige der wichtigsten:


  1. Mars: Der Mars ist wahrscheinlich der am besten untersuchte Kandidat für bemannte Missionen und eine mögliche Zukunft für menschliches Leben im Weltall. Der Planet hat eine ähnliche Dichte und Größe wie die Erde und weist Anzeichen von einstigen flüssigen Wasserquellen auf, die für Leben von Vorteil sein könnten.

  2. Kepler-438b: Kepler-438b ist ein Exoplanet, der in einer bewohnbaren Zone eines fernen Sterns liegt. Die Bedingungen auf diesem Planeten könnten ähnlich wie die auf der Erde sein, was ihn zu einem möglichen Kandidaten für bemannte Missionen und eine mögliche Zukunft für menschliches Leben macht.

  3. Proxima Centauri b: Proxima Centauri b ist ein weiterer Exoplanet, der in einer bewohnbaren Zone liegt und eine mögliche Zukunft für menschliches Leben im Weltall bieten könnte. Obwohl es noch viele Unbekannte bezüglich der Bedingungen auf diesem Planeten gibt, ist es eines der vielversprechendsten Ziele für bemannte Missionen.

  4. TRAPPIST-1 Planeten: TRAPPIST-1 ist ein System aus sieben erdähnlichen Planeten, die in einer bewohnbaren Zone liegen. Es ist unklar, ob irgendeiner dieser Planeten tatsächlich bewohnbar ist, aber sie stellen dennoch ein vielversprechendes Ziel für weitere Untersuchungen und bemannte Missionen dar.


Es ist wichtig zu beachten, dass die Forschung und Untersuchung dieser Planeten noch in den Anfängen ist und es viele Unbekannte bezüglich ihrer tatsächlichen Bedingungen und Möglichkeiten für menschliches Leben gibt. Trotzdem bieten sie eine vielversprechende Perspektive für unsere Zukunft im Weltall.

#FEEDBACK

von Peter.W. 24. Februar 2026
2019 wurde auf 4chan dazu aufgerufen Fotos zu posten, die folgenden Kriterien entsprechen sollten: "disquieting images that just feel 'off'" Am 18. Mai reichte ein anonymer User das Foto eines unwirtlichen gelben Korridors ein, das bereits seit mindestens 2011 im Netz kursierte. Dieses wurde am darauffolgenden Tag von einem anonymen User um den Namen Backrooms und folgende Creepypasta ergänzt: If you're not careful and you noclip out of reality in the wrong areas, you'll end up in the Backrooms, where it's nothing but the stink of old moist carpet, the madness of mono-yellow, the endless background noise of fluorescent lights at maximum hum-buzz, and approximately six hundred million square miles of randomly segmented empty rooms to be trapped in God save you if you hear something wandering around nearby, because it sure as hell has heard you. Von da an ging eine Welle der Inspiration durch's Netz. Fans bauten weiter auf dem Mythos auf, kreierten ihre eigenen Bilder, Geschichten, Spiele und Filme. Diverse Internethorror-Channels berichteten über das Phänomen und auch wir vom Kollektiv-Magazin stellten die Backrooms im August 2021 in unserem Artikel Dark Oddities # 13 vor und kamen sogar auf das zugrundeliegende Konzept der Liminal Spaces zu sprechen. Den wirklichen Durchbruch schafften die Backrooms aber am 1. Februar 2022, als der damals 16-jährige Filmemacher und VFX-Artist Kane Parsons aka Kane Pixels das Erste einer ganzen Reihe von Analog Horror-Videos veröffentlichte: "The Backrooms (Found Footage)". Das raffiniert gemachte Nischenprojekt avancierte rasch zur viralen Sensation. Innerhalb eines Monats wurde es 13 Millionen mal angeklickt. Und die Massen hungerten nach mehr!
von Manuel Waldner 11. Februar 2026
Willkommen zum „INFINITI“-Spezial im Kollektiv Podcast! DI Dr. Norbert Frischauf (CERN, ESA, NASA) und Host Manuel Waldner diskutieren die Space- & Science-Highlights des Jahres 2026 und beantworten eure ZuschauerInnenfragen. Nach 50 Jahren Abwesenheit kehrt die Menschheit mit der Artemis-Mission und europäischer Beteiligung endlich zum Mond zurück, um dort eine dauerhafte Präsenz als Sprungbrett für den Mars aufzubauen. Norbert Frischauf beleuchtet die faszinierende Suche nach Leben auf dem Roten Planeten, wo Methan-Vorkommen und unterirdisches Eis auf noch existierende Mikroben hindeuten könnten. Der Podcast taucht tief in die Welt der Physik ein, von der Suche nach Dunkler Materie am CERN bis hin zur kritischen Einordnung der aktuellen Hypes um Kernfusion und Mega-Raketen wie dem Starship. Auch die Grenzen der Künstlichen Intelligenz in der Forschung und die ethischen Risiken von Geoengineering werden schonungslos analysiert. Abschließend gibt es einen Ausblick auf 2026, wo neue Super-Teleskope wie das ELT und James Webb potenziell erste echte Biosignaturen auf fremden Welten entdecken könnten. 01:12 - Rückkehr zum Mond: Das europäische Servicemodul und das neue Artemis-Raumschiff 02:13 - Artemis vs. Apollo: Warum wir nach 50 Jahren wieder fliegen und was anders ist 05:05 - Wasser am Mond: Warum die Pole und der "Halo Orbit" entscheidend sind 07:58 - Sprungbrett Mars: Nuklearantriebe und der Mond als Weltraumbahnhof 11:04 - Der Mars-Rover: Technische Herausforderungen bei -80 Grad Celsius 14:10 - Leben auf dem Mars: Methan als starkes Indiz für unterirdische Mikroben 17:39 - Mega-Raketen: Sinkende Kosten durch Starship und die Grenzen der Physik 22:42 - Dunkle Materie: Was uns Gravitationslinsen und das Euklid-Teleskop verraten 25:28 - Blick ins CERN: Wie Teilchenbeschleuniger den Urknall simulieren 31:44 - KI in der Wissenschaft: Warum Klimamodelle keine "starke KI" sind 37:59 - Robotergesetze: Isaac Asimovs Regeln und die Grenzen moderner Algorithmen 39:20 - CRISPR & Genetik: Warum der medizinische Durchbruch noch Zeit braucht 41:59 - Kernfusion erklärt: Der Unterschied zwischen Laser-Fusion und Tokamak 48:44 - Der neue Super-Collider (FCC): Warum wir eine 20-Milliarden-Maschine brauchen 55:52 - Ausblick 2026: Das European Extremely Large Telescope und die Suche nach einer zweiten Erde Ihr wollt auch eine Antwort vom Profi? Schickt eure Fragen an science@kollektiv-magazin.com . Die spannendsten Einsendungen nehmen wir in die nächste Episode auf! 👉 Vergesst nicht zu abonnieren! Werdet Teil des Kollektivs und verpasst keine unserer Touren, Talks und Eskapaden mehr.
von Manuel Waldner 30. Januar 2026
Die Nächte in Reykjavík flüstern von Maschinen und Träumen. Ein Echo hallt durch die Dunkelheit: "Afrit... Afritvél..." Die "Kopiermaschine" surrt unheilvoll, bereit, mehr als nur Tinte zu übertragen. Sie saugt Sehnsüchte auf, projiziert Bilder auf eine Leinwand der Besessenheit. Eine junge Frau steht im Scheinwerferlicht ihrer Fantasie, eine Königin auf einer Bühne, die nur in ihrem Kopf existiert. Doch der Glanz trügt. Hinter der polierten Fassade brodelt eine dunkle Wahrheit. Eine unheilvolle Entdeckung in der Stille des Kopierraums. Ein Stil kopiert bis ins kleinste Detail – und mit ihm ein Schatten des Endes. Angst kriecht unter die Haut, eine unstillbare Gier nach etwas, das nicht ihr Eigen ist. Warum diese tiefe Traurigkeit im Herzen, wenn die Oberfläche doch so strahlend ist? Sie tanzt auf einem schmalen Grat zwischen Märchen und Realität, unantastbar in ihrer eigenen Welt. Der Kopf hoch erhoben, ein flüchtiger Stern am Nachthimmel. Doch das "La-La-Land", in dem sie lebt, droht zu zerbrechen, ihre Handlungen hinterlassen Spuren der Zerstörung. Ist dieser gefährliche Pfad wirklich der Weg in die Freiheit? Die Maschine flüstert weiter, verlangt nach mehr. Träume sollen kopiert, Strahlen fixiert werden. Nicht nur der Wunsch nach dem Rampenlicht, sondern das Verlangen, das innerste Wesen zu duplizieren – "Afrit, Afritvél, viltu afrita genið?" Willst du das Gen kopieren? Teure Kleider, ein perfekt gestyltes Haar – eine Rüstung gegen die Welt. Die hasserfüllten Blicke prallen ab an einer Mauer aus Ignoranz. Prada als Schutzschild, während in den Casinos von Las Vegas ein riskantes Spiel mit dem Schicksal getrieben wird. Und dann diese Visionen: Einhörner und Engel, ein Kuss am Abgrund, ein Aufstieg in einen violetten Himmel. Ein flüchtiger Moment der Erlösung, in dem die Freiheit in den Augen glitzert. Doch ist es echt? Oder nur ein weiteres Bild, projiziert von der unheimlichen Maschine? Die "Afritvél" läuft unaufhaltsam weiter, eine Metapher für eine gefährliche Suche nach Identität. Eine Geschichte von Besessenheit, von der trügerischen Verlockung der Nachahmung und dem verzweifelten Wunsch, jemand anderes zu sein. Lausche genau, denn in den elektronischen Beats und dem eindringlichen Gesang verbirgt sich eine dunkle Wahrheit über den Preis der Freiheit und die Zerbrechlichkeit des Selbst. Hier gibt es mehr Informationen zum Musikprojekt: https://www.kollektiv-magazin.com/ai-musikprojekt-dominion-protocol
von Manuel Waldner 30. Januar 2026
Vom Rockprofessor bis zur Ex-Politikerin, vom Hit-Produzenten bis zum Kinder-Entertainer: Wir waren zu Gast bei Reinhart Gabriels „Stammtisch für Kunstschaffende“. Ein Blick hinter die Kulissen einer Szene, die vor allem eines braucht: Echte Begegnung. Es ist keine gewöhnliche Podcast-Folge aus dem Wohnzimmer, wo sonst die Wäsche hängt. Diesmal sind wir mittendrin im Geschehen. Der Ort: Ein Raum voller Geschichte(n). Der Anlass: Der Stammtisch für Kunstschaffende. Hier geht es nicht um bloßes Visitenkarten-Tauschen, sondern um das Überleben und Aufblühen in einer Branche, die so hart wie herzlich sein kann. Das Ziel ist branchen- und generationenübergreifendes Netzwerken, bei dem man sofort weiß, „Wer ist wer“. Gastgeber Reinhart Gabriel hat eine klare Mission: Er schafft Räume für Begegnungen und Weiterbildung, damit Menschen voneinander lernen können. Doch was nehmen Künstlerinnen und Künstler konkret vom Stammtisch für Kunstschaffende mit? Reinhart Gabriel betont, dass es neben Theorie und Honorarnoten vor allem um das „praktische Wissen aus meinen letzten 35 Jahren in diesem Musikbusiness“ geht. Besonders am Herzen liegt ihm dabei die mentale Gesundheit: „Jede Menge Tipps und Tricks, wie man das Ganze ohne Substanzen übersteht. Dieses Business.“ Generationenübergreifender Groove Das Besondere am Stammtisch für Kunstschaffende ist der Mix: Hier trifft der Newcomer auf die Legende. Einer dieser Legendären ist Reinhold Bilgeri. Als Rockprofessor, Filmemacher und Autor hat er fast alles erreicht, doch der Antrieb ist ungebrochen. „Künstlerisch treiben mich meine Ideen, die nach wie vor herumkreisen, in meinem Kopf an“ , erzählt Bilgeri. Für ihn ist die Verbindung der Disziplinen ein Glücksfall: „Ich kann einen Roman schreiben und aus dem Roman ein Drehbuch machen [...] und dann am Schluss hast ein Film da.“. Eine Generation weiter – und doch künstlerisch verbunden – ist seine Tochter Laura Bilgeri . Nach sechs Jahren in Los Angeles hat sie im Lockdown ihre Liebe zur Musik entdeckt. Der Wechsel vom Filmset zur Musikbühne war fließend: „Alles Kreative ist wunderschön. Egal, ob es jetzt an einem Set ist [...] oder im Musikstudio“. Dennoch gibt es Unterschiede in der Nervosität. Auf die Frage, was nervenaufreibender sei – Casting oder Live-Auftritt – antwortet sie klar: „Tatsächlich ein Casting [...] Meistens sind diese Caster halt sehr emotionslos [...] Und bei einem Liveauftritt kriegst du gleich ein Feedback.“ Von der politischen Arena auf die Showbühne Einen der wohl spannendsten Karriere-Twists des Abends verkörpert Eva Glawischnig-Piesczek . Die ehemalige Spitzenpolitikerin ist heute auch musikalisch unterwegs. Hilft die Erfahrung harter politischer Debatten gegen Lampenfieber beim Singen? „Absolut. Also so exponiert zu sein wie in einem Parlament [...] In so einer richtigen Arena, in einer Kampfarena bist. Das ist schon eine Spur härter, als auf einer Musik Bühne zu stehen.“ Privat liebt sie Soul und Aretha Franklin – Musik, bei der man auch mal „Achter machen“ kann mit der Hüfte. Das Geschäft mit der Musik: Streaming, Hits und Rechte Doch Romantik allein zahlt keine Miete. Alexander Kahr , einer der erfolgreichsten Hitproduzenten des Landes, gibt Einblicke in die veränderte Realität der Musikproduktion im Streaming-Zeitalter. Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt: „Dass der Anfang nie länger wie 3 bis 4 Sekunden sein sollte [...] Sonst bist du sofort weg.“ Dennoch bleibt für Kahr eines entscheidend: Die Persönlichkeit. Die ganz Großen, so Kahr, „haben sich selber nie wichtig genommen“. Damit am Ende auch das Geld stimmt, setzen sich Menschen wie Hans Ecker (AKM-Vizepräsident) und Emanuel Treu (AKM-Vorstandsmitglied) ein. Treu, der selbst den Podcast "Der erfolgreiche Musiker hostet", sieht keinen Widerspruch zwischen Funktionärsarbeit und Kreativität. Im Gegenteil: „Ich bin eigentlich überzeugt davon, dass ich ein besseres Vorstandsmitglied bin. Deshalb, weil ich die Branche hautnah erlebe.“. Ehrliches Feedback: Kinder und der Wiener „Schmäh“ Wer wissen will, ob eine Performance wirklich funktioniert, sollte Christoph Hirschler fragen. Der Kinderentertainer und Zauberer stellt sich täglich der härtesten Jury der Welt. „Wenn es ein Kind nicht interessiert, steht auf und geht oder macht irgendwas anderes.“ Diese Schule der direkten Resonanz hilft ihm auch vor erwachsenem Publikum. Ein Publikumsliebling ganz anderer Art ist Adi Hirschal . Er hat das „Strizzi-Lied“ wieder salonfähig gemacht und sieht darin eine Antwort auf den Zeitgeist: „Die Sehnsucht nach einer Unkorrektheit, die völlig abhanden gekommen ist in der letzten Zeit, weil alles so korrekt ist und so geschniegelt.“ . Sein Rat an die Jungen? Nicht im stillen Kämmerlein bleiben, sondern „Offen zu sein.“. Wien: Mehr als Mozart W24-Journalist Gerhard Koller bestätigt beim Stammtisch für Kunstschaffende, dass Wien seinen Ruf als Weltstadt der Musik zu Recht trägt, sich aber wandelt. Es geht nicht mehr nur um Mozart und Falco. „Gerade der neue Austro Pop [...] ist ein ganz starkes Lebenszeichen.“ . Bands wie Wanda oder Bilderbuch zeigen eine „ganz moderne, neue Art des Wienerischen“. Fazit: Vernetzung ist alles Ob Bildregisseur Axel Hofmann , der live Pannen ausbügeln muss, ohne dass der Zuschauer es merkt , oder das Musik-Duo Pilat & Pross , die sich blind verstehen: Der Tenor des Abends ist eindeutig. In einer Zeit, in der vieles digital und oberflächlich läuft, ist der persönliche Kontakt Gold wert. Der Stammtisch für Kunstschaffende von Reinhart Gabriel beweist: Wenn Menschen ihre Geschichten teilen, entstehen nicht nur Netzwerke, sondern Inspiration für die Zukunft. Die Gäste dieser Ausgabe Reinhart Gabriel: Gastgeber & Seminarleiter Reinhold Bilgeri: Rockprofessor & Multimedia-Künstler Laura Bilgeri: Schauspielerin & Musikerin Hans Ecker: AKM-Vizepräsident Emanuel Treu: Songwriter, Podcaster & AKM-Vorstand Eva Glawischnig-Piesczek: Ex-Politikerin & Sängerin Gerhard Koller: Journalist (W24) Axel Hofmann: Bildregisseur Adi Hirschal: Schauspieler & Intendant Christoph Hirschler: Kinderentertainer Alexander Kahr: Musikproduzent Pilat & Pross: Musik-Duo Sonja Plöchl: Model & Bookerin Credits: Redaktion & Schnitt: Manuel Waldner | Kamera: Marcus Schwemin